Was versteht man unter Einschaltdauer bei Schweißgeräten?

Was versteht man unter Einschaltdauer bei Schweißgeräten?

Die Einschaltdauer gibt an, wie lange ein Inverter-Schweißgerät innerhalb eines Zeitraums von zehn Minuten bei einer definierten Stromstärke sicher betrieben werden kann. Dabei wird stets ein Referenzzeitraum von zehn Minuten zugrunde gelegt.

Ein Beispiel: Das PATON VDI 200 PRO hat eine Einschaltdauer von 70 % bei 200 A. Das bedeutet, es kann 7 Minuten lang mit 200 A schweißen, gefolgt von 3 Minuten Abkühlzeit im Leerlauf zur Schonung der Bauteile.

Alle PATON-Inverter sind mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet: Bei zu hoher Temperatur erfolgt eine automatische Abschaltung zum Schutz der Bauteile. Nach dem Abkühlen schaltet sich das Gerät wieder automatisch ein.

Die Einschaltdauer variiert abhängig von der Stromstärke, auch bei einem identischen Gerätetyp. Je höher die Stromstärke, desto kürzer fällt die Einschaltdauer aus, da sich das Gerät schneller erhitzt. Bei geringeren Stromstärken steigt die Einschaltdauer – bei bestimmten Werten ist sogar ein Dauerbetrieb ohne Abschaltung möglich.

Was ist der Dauerbetrieb in einem Einschaltdauer?

Ein Schweißgerät befindet sich im Dauerbetrieb, wenn es bei einer bestimmten Stromstärke eine Einschaltdauer von 100 % erreicht. Das heißt: Für jedes Gerät gibt es einen Grenzwert, bei dem Abkühlpausen nötig sind, und einen Wert, bei dem unterbrechungsfreies Schweißen möglich ist. Das PATON VDI 200 PRO erreicht z. B. bei 167 A eine Einschaltdauer von 100 %. Das bedeutet, es kann bei 167 A dauerhaft ohne Pausen betrieben werden.

Je leistungsstärker ein Schweißgerät ist, desto höher fällt die Einschaltdauer sowohl im Nenn- als auch im Dauerbetrieb aus. Beispiel: Das PATON VDI 250 PRO schafft 70 % bei 250 A und 100 % bei 208 A.

Wirkt sich das Schweißverfahren auf die Einschaltdauer aus?

Die Einschaltdauer kann je nach verwendetem Schweißverfahren variieren – insbesondere bei Kombigeräten für MMA, MIG/MAG und WIG. Die Unterschiede sind meist gering, aber bei der Auswahl sollte berücksichtigt werden, welches Verfahren am häufigsten genutzt wird. Moderne PATON-Inverter der Serien VDI PRO, PSI STANDARD, PSI PRO, MFI und ADI 200 STANDARD unterstützen alle drei Verfahren.

PATON VDI 200 PRO Schweißmaschinenzyklus für verschiedene Schweißverfahren

Der oben erwähnte Schweißinverter VDI 200 PRO hat die folgende verfahrensabhängige Einschaltdauer:

  • MMA: 70 % bei 200 A / 100 % bei 167 A
  • WIG LIFT DC: 74 % bei 200 A / 100 % bei 176 A
  • MIG/MAG: 72 % bei 200 A / 100 % bei 172 A

Auswahl des Schweißgeräts und Einschaltdauer

Die Einschaltdauer ist – sofern korrekt angegeben – ein wichtiger Indikator für die Effizienz und Leistung eines Schweißgeräts. Sie sollte jedoch nicht das alleinige Kriterium bei der Kaufentscheidung sein.

Hochwertige Geräte bieten in der Regel eine höhere Einschaltdauer bei Nenn- und Dauerstrom.
Entscheidend ist: Welche Stromstärken benötigen Sie konkret? Wie oft, wie lange und mit welchen Materialien arbeiten Sie? Für die meisten Heim- und Werkstattanwendungen reicht eine Einschaltdauer von 40 % bei 160–200 A völlig aus. Für das Schweißen mit umhüllten Elektroden ist die ECO-Serie ideal – für MIG/MAG-Arbeiten in Haushalt, Garage oder Landwirtschaft genügt die PSI STANDARD-Serie.